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L   ege



 


Maska


Maska aus Burundi...

Überall auf der Welt haben sie es schwer. Wir nennen sie Flüchtlinge, Migranten, oder Asylanten und sind ihnen gegenüber bisweilen misstrauisch, oder zumindest reserviert. In Kapstadt gibt es viele dieser Menschen, die eine lange und ungewisse Reise hinter sich haben und einfach zur Ruhe kommen wollen.

Maska treffen wir an einem der vielen Parkplätze entlang der Strände Kapstadts. Als wir aus dem Wagen aussteigen, kommt sie recht unsicher auf uns zu und gibt uns ein kleines Kärtchen. Auf unseren Wagen möchte sie acht geben, wenn wir einen Strandspaziergang machen wollen. Keine Parkgebühren, eine einfache Aufforderung zu einer freiwilligen kleinen Gabe, damit sie ihren Lebensunterhalt sichern kann.
Der Strand belegt von zumeist wohlhabenden Touristen der Sonne zugewandt. Nicht anders als an vielen deutschen Stränden auch.
Bei unserer Rückkehr gehen wir auf Maska zu. Beobachtet hat sie uns schon eine geraume Weile, doch sie scheint misstrauisch. Eine erste Frage und eine schüchterne Antwort. Wenig später ist das Eis gebrochen.

Aus Burundi sei sie. Geflüchtet vor kurzer Zeit, und ihren Mann habe sie auf der Flucht verloren. Eine Schlafstelle habe sie in einer Siedlung gefunden, doch es sei so schwer, das Notwendigste für sich und die kleine Tochter zu beschaffen. Und sie habe Angst. Zunehmend werde regelrecht Jagd auf die Flüchtlinge gemacht, und vor Tagen sei ein angolanischer Flüchtling ermordet worden. Von schwarzen südafrikanischen Mitbürgen gehetzt, und er sei von ihnen bei lebendigem Leib verbrannt worden.

Sie schaut zur Seite und ihr Gesicht verändert sich. Als ihre Angehörigen ermordet worden seien, habe ihr Mann die Flucht beschlossen. Auf dem Weg in den Süden sei sie von ihm getrennt worden. Nein, sie wisse nicht, wo er jetzt sei, ob er überhaupt noch lebe. Dann wird sie still, und die Tränen laufen über ihr Gesicht.
Ein wenig Geld geben wir ihr mit dem beschämenden Gefühl der Hilflosigkeit.

Einen Tag später treffen wir sie wieder. Die kleine Tochter hat sie auf dem Arm. Ein verschämtes Lächeln zur Begrüssung, und sie zeigt uns voller Stolz ihre kleine Tochter, die uns mit grossen dunklen Augen anschaut.
Wir gehen mit Maska und ihrer Tochter zum Strand und Maska erzählt von ihrer Heimat Burundi...

Kapstadt... eine neue Heimat.

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It takes so little to make people happy. Just a touch, if we know how to give...

Kapstadt ... kann auch bedeuten:

Ein Ort der Einkehr, der Begegnung und des Nachdenkens.

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